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Noch nicht einmal zwei Wochen nach der Euro-Rettung durch Bruessel macht sich unter Experten wie auch in Griechenland selbst Enttaeuschung breit. Zwar haben sich die Kapitalmaerkte erstmal beruhigt. Aber statt mutiger Schritte, um Griechenland auf die Beine zu bringen, sei wieder eine Chance vertan worden, kritisieren Wirtschaftswissenschaftler. Banken und private Anleger seien viel zu billig davon gekommen. Sie muessten nur gut 20 Prozent ihrer Investments abschreiben, sagt Professor An...Geschaetzte 300.000 Kinder wurden geraubt Von den Verbrechen, die *** der Franco-Diktatur in Spanien begangen wurden blieb eine Art bis vor kurzem fast unbekannt: der organisierte Kindesraub. Es soll zehntausende Faelle gegeben haben, in denen Babys den republikanischen Eltern direkt nach der Geburt weggenommen und an regimetreue kinderlose Paare gegeben wurden. Nach Ende der Franco-Zeit wurde der urspruenglich politisch motivierte Kinderraub zum lukrativen Geschaeft fuer aerzte, Hebammen und Beamte – noch bis in die 90er Jahre. Der Ermittlungsrichter Baltasar Garzón war der erste, der vor wenigen Jahren begann die Taten naeher zu untersuchen. Jetzt haben sich die Adoptionsopfer in der „Vereinigung der irregulaeren Adoptionen“ zusammengeschossen, um die Vorgaenge aufzuklaeren und die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen. Reportage von Annekarin Lammers, ard Die USA. Wunderschoene, unberuehrte Landschaften. Die groessten Wasservorkommen der Welt. Und das gibt es in den USA auch: Leitungswasser, das man anzuenden kann. Was passiert hier? In Colorado, Wyoming und Louisiana ist Erdgas in die Trinkwasser-Reservoirs gelangt. Durch eine besonders aggressive Art der Gasfoerderung, das sogenannte Fracking: brutales Aufknacken unterer Erdschichten in bis zu 5.000 Metern Tiefe. Der Dokumentarfilmer Josh Fox hat sich diese Technik genau angeschaut. Sein Ur...Politische Einflussnahme auf den Sachverstaendigenrat? Sachverstaendigenrat wehrt sich Die schwarzgelbe Koalition will den bisher unabhaengigen Sachverstaendigenrat fuer Umweltfragen (***) offenbar unter ihren politischen Einfluss bringen. Das geht aus einem internen Papier der Koalitionsfraktionen hervor, das dem Frontal21 vorliegt. Die Initiatoren fordern darin den Posten eines "Direktors" beim Sachverstaendigenrat fuer Umweltfragen, eine Position, die es bisher noch nicht gab. "Hierdurch soll der Sachverstaendigenrat fuer Umweltfragen dauerhaft in den (personal-) politischen Einfluss- und Steuerungsbereich der Koalitionsfraktionen gebracht werden", heisst es in dem internen Papier weiter. Danach sei das Vorhaben zwischen dem umweltpolitischen Sprecher der FDP, Michael Kauch, und Bundesumweltminister Norbert Roettgen, CDU, im Konsens besprochen worden. Sachverstaendigenrat fuer Umweltfragen fordert Wahrung der Unabhaengigkeit Der Sachverstaendigenrat fuer Umweltfragen sieht dagegen fuer eine neue Direktorenstelle keinen Bedarf. In einem persoenlichen Brief appelliert der Vorsitzende des ***, Professor Martin Faulstich, an Umweltminister Roettgen, die Unabhaengigkeit der Regierungsberater zu sichern. In dem Schreiben, das Frontal21 *** vorliegt, heisst es: "Nur wegen seiner parteipolitischen Unabhaengigkeit konnte der Sachverstaendigenrat fuer Umweltfragen unabhaengig von der jeweiligen Regierungskonstellation 'unbequeme Wahrheiten' aussprechen." Der Sachverstaendigenrat fuer Umweltfragen beraet seit Jahren die Bundesregierung vor allem bei der Umwelt- und Energiepolitik. Seine Ratsmitglieder werden vom Kabinett berufen. Der Einrichtungserlass(Externer Link - oeffnet in neuem Fenster) verbrieft die Unabhaengigkeit des Rates. So forderten die Sachverstaendigen lange vor der Katastrophe von Fukushima einen schnelleren Atomausstieg und kritisierten die schwarz gelben Regierungsplaene zur Laufzeitverlaengerung. Schon im Jahr 2000 ruegte der Rat auch die sogenannte oeko-Steuerreform von Rot Gruen. Kritik an der Arbeit des Sachverstaendigenrat fuer Umweltfragen Der FDP-Bundestagsabgeordnete Kauch rechtfertigte *** Frontal21 den neuen Direktorenposten beim ***. Es sei sinnvoll, die Geschaeftsstelle "akademisch aufzuwerten", weil es "immer wieder Kritik an methodischen Schwaechen der Arbeit des Sachverstaendigenrates gegeben" habe. Bundesumweltminister Norbert Roettgen teilte Frontal21 dagegen mit: "Es hat keinerlei Absprache oder Zustimmung des Ministers zu einer politischen Einflussnahme auf die Zusammensetzung des *** gegeben." Roettgen weiter: "Fuer mich ist die politische Unabhaengigkeit des Sachverstaendigenrat fuer Umweltfragen wesentlich und eine Grundvoraussetzung fuer seine Arbeit." Tatsaechlich hat der Haushaltsausschuss des Bundestages am 11. November 2011 in einer sogenannten Bereinigungssitzung eine neue Planstelle fuer einen Direktor beim Sachverstaendigenrat geschaffen, ohne die Geschaeftsstelle des Sachverstaendigenrat fuer Umweltfragen zu informieren. Die Grundbesoldung liegt bei *** 6000 Euro im Monat. Beitrag von von Steffen Judzikowski und Christian Rohde, Frontal21, zdf Diese Reportage, weitere Informationen, Videos, Links, Reaktionen, Blog und mehr unter http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/30/0,1872,8415806,00.html "Jetzt Garantiezins sichern" - so oder aehnlich werben viele Versicherer fuer den Abschluss einer Kapitallebensversicherung noch in diesem Jahr. In der Tat wird der Garantiezins mit Jahresbeginn 2012 von 2,25 auf 1,75 Prozent gesenkt. Doch ist das wirklich ein gutes Argument fuer den Abschluss? Beitrag von von Joerg Goebel, frontal21, zdf Auf vielen Produkten findet sich ein Siegel "von Experten empfohlen". Wer sind diese Experten? Wir fragen nach. Die Molkerei Mueller schreibt auf ihren "Milchreis Zucker-Zimt": "Von Ernaehrungsexperten empfohlen als wertvolle Zwischenmahlzeit Prof. Ulrike Arens-Azevedo ist Ernaehrungswissenschaftlerin und als solche auch Ernaehrungsexpertin - und sie ist ganz anderer Meinung: "Die Eignung als Zwischenmahlzeit ist bei dem Milchreis eher nicht gegeben, weil die Ernaehrungsexperten als ...Sie versprechen Traumrenditen und koedern ihre Kunden mit der Angst vor Altersarmut. Egal ob bei Banken, Versicherungen oder auf dem freien Kapitalmarkt - die Berater haben in erster Linie nicht den Kunden, sondern die eigene Provision im Blick. Und die Politik? Befoerdert das Geschaeft mit dem Rueckzug aus der Altersvorsorge und schuetzt den Verbraucher nicht vor Abzocke. Seine Rente ist nicht sicher. Deswegen ist auch fuer den kleinen Anton eine private Vorsorge wohl besser. Damit...Auf den ersten Blick gehoert die Ostsee in grossen Teilen noch zu den sauberen Meeren. Ob das wirklich so ist, wollen Wissenschaftler mit Tauchgaengen herausfinden. Unter Leitung von Thomas Foerster erkunden Mitarbeiter des Ozeaneums Stralsund die Verschmutzung der Naturreservate mit Plastikmuell. Das Schiff "Fleur de Passion" ist die Plattform fuer eine einzigartige oekologische Weltexpedition. Wissenschaftler aus der ganzen Welt sind mit an Bord, um das Meer zu erkunden und zu schuetzen, das groesste und artenreichste oekosystem der Erde. Niemand weiss genau, wie viel Kunststoff inzwischen weltweit tatsaechlich in den Ozeanen schwimmt. Plastikhalde von der Groesse Mitteleuropas Mit Hilfe modernster Technik sind US-Forscher im Nordpazifik auf eine gigantische Flaeche von Plastikmuell gestossen. Rund drei Millionen Tonnen Kunststoff sollen dort treiben mit bis zu zweihunderttausend Plastikstuecken je Quadratkilometer auf der Meeresoberflaeche. Damit hat die Plastikhalde die Groesse Mitteleuropas. Die meisten Teile haben nicht einmal einen Zentimeter Durchmesser, da sie durch Sonne und Wellen zerkleinert wurden. Bei der Untersuchung des schwimmenden Plastikmuells haben die Meeresforscher einen erschreckenden Fund gemacht: Eines der ausgeworfenen Planktonnetze foerderte eine Menge Quallen zu Tage. Das besondere daran war, dass die Plastikteilchen nicht nur um die Quallen herum, sondern innerhalb der Quallen waren. Die Quallen nehmen das Plastik sogar auf, was wiederum darauf schliessen laesst, dass vermutlich eine Menge Meereslebewesen Plastik zu sich nehmen. Das ist eine Katastrophe fuer das komplette oekosystem. Denn beim Zerfall loesen sich giftige Substanzen aus dem Kunststoff und werden zur toedlichen Nahrung fuer alle Meereslebewesen. Fluesse schleppen Plastik an Plastik ist ein unsichtbarer Killer, der auch in der Ostsee vermutet wird. Um der Sache in der Ostsee buchstaeblich auf den Grund zu gehen, werden Taucher eingesetzt. Denn der alte Plastikmuell schwimmt selten umher, sondern er liegt am Meeresboden in den Sedimenten vergraben. Angeschwemmt wird er durch die Fluesse der Anrainerstaaten. Das Forscherteam des Ozeaneums will seine Ergebnisse spaeter mit denen anderer Tauchplaetze und anderer Forschergruppen vergleichen. Deshalb wird alles sorgsam dokumentiert. Schnell wird klar, was die Biologen befuerchten: Wegen seiner langen Lebensdauer wird der Kunststoff nicht abgetragen, sondern sammelt sich am Meeresgrund. Das meiste liegt schon seit Jahren dort und verrottet nicht. Bei ihrem Tauchgang haben sie festgestellt, dass sich der Muell aufgrund der Stroemungsverhaeltnisse auf sechs Meter Tiefe an einem Schiffswrack gesammelt hat. Die Taucher erfassen die Plastikmuellverteilung rund um den ehemaligen Lastkahn und nehmen Proben. Auswertung des Muells Wegen seiner unterschiedlichen Dichte verteilt sich Plastik von der Wasseroberflaeche bis zum Grund. Das komplette oekosystem ist bedroht. Die Taucher bringen den Meeres-Muell an Bord der "Fleur de Passion", um ihn auszuwerten. Drei Wochen lang kreuzt das Flagschiff der "Antinea Foundation" noch in der Ostsee. Fuenfzig weitere Tauchplaetze sind geplant. Was liegt, vom blossen Auge verborgen, noch am Grund des Meeres? Bericht von von Alexander Czogalla & Oliver Unbehend, AbenteuerWissen, zdf Diese Reportage, weitere Informationen, Videos, Blog und mehr unter http://abenteuerwissen.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,8230836,00.html Der Europaeischen Rechtsstaatlichkeitsmission im Kosovo (EULEX) gelingt es offenbar nicht, die mafioesen Strukturen des Landes zu brechen. Betroffene und Experten sehen den Hauptgrund in dem mangelhaften Zeugenschutzprogramm der Mission. Juengstes Beispiel fuer die EULEX-Misere ist der Tod von Agim Zogaj. Der wichtige Zeuge in einem Kriegsverbrecherprozess erhaengte sich am 27. September dieses Jahres im Duisburger Stadtteil Homberg. Vor dem Freitod hatte es bereits Mordanschlaege mit einer Autobombe und einer Schusswaffe gegen den frueheren Angehoerigen der Kosovo-Miliz UCK gegeben. Der Zeuge *** drei Attentate. Offenbar sollte Zogaj daran gehindert werden, gegen seinen frueheren Kommandeur Fatmir Limaj auszusagen. Der soll in einem Gefangenenlager in Klecka (Kosovo) *** des Kosovo-Krieges in den Jahren 1998/99 Haeftlinge gefoltert und ermordet haben. Laxer Zeugenschutz trotz Warnzeichen Heute ist Limaj ein einflussreicher Politiker der Regierungspartei PDK. Zogaj war ein geschuetzter Zeuge der EULEX. Doch er lebte ein Dreivierteljahr unter seinem Klarnamen in der Wohnung seines Bruders in Duisburg. Wenige Stunden vor seinem Selbstmord habe er seinem Bruder Afrim gesagt, er habe Angst, dass EULEX ihn nach der Aussage fallenlasse und "wie einen Muellsack" wegwerfe. Afrim Zogaj erhebt schwere Vorwuerfe gegen das Zeugenschutzprogramm. EULEX habe dem Zeugen eine sichere Wohnung verweigert und ihn nur unzureichend betreut: "Die EULEX-Leute kamen nur einmal alle zwei Monate hierher", so Zogaj. Sie haetten nur englisch mit ihm sprechen koennen, er konnte nur albanisch. "Ich verstehe nicht, was das fuer eine Zeugenbetreuung gewesen sein soll." Einschuechterung und Mord EULEX-Sprecher Hanns-Christian Klasing verteidigt das Zeugenschutzprogramm: "Sie koennen auch Zeugen, die im Zeugenschutz sind, nicht 24 Stunden lang ununterbrochen bewachen." Das sei praktisch schlecht durchfuehrbar. Obwohl die Europaeische Union grosse Teile der Polizei und Justiz im Kosovo stellt, werden Zeugen immer wieder eingeschuechtert. In einem ersten Prozess wurde der fruehere UCK-Kommandeur und Premierminister Haradinaj vom Gericht in Den Haag 2008 freigesprochen, da von urspruenglich zehn Zeugen des Kriegsverbrechertribunals, die gegen Haradinaj aussagen sollten, nur noch einer lebte. Das Verfahren wurde inzwischen wieder aufgenommen, seit August 2011 wird wieder gegen Haradinaj verhandelt. "Kultur des Schweigens" Die Muenchner Osteuropa-Expertin Professor Marie-Janine Calic spricht von einer "Kultur der Straflosigkeit und des Schweigens" im Kosovo. "Es gibt massive Einschuechterungen, uebergriffe und natuerlich auch Anschlaege auf Zeugen, die *** bereit waeren, in solchen schwerwiegenden Faellen auszusagen." Eine aktuelle Studie des Europarates(Externer Link - oeffnet in neuem Fenster) belegt, dass Zeugen, denen Anonymitaet zugesichert worden war, identifiziert und angegriffen wurden. So heisst es: "Auf dem Marktplatz in Xerxe/Zerze wurde am 10. Oktober 2005 ein Zeuge ermordet, ein weiterer anonymer Zeuge schwer verletzt, nachdem sie sich bereit erklaert hatten, in einem Kriegsverbrecherprozess auszusagen. Der volle Name und weitere Details zu dem anonymen Zeugen waren in einer Lokalzeitung veroeffentlicht worden." [***] Korruption und Organisierte Kriminalitaet In einem vertraulichen Papier des Bundesnachrichtendienstes aus dem Jahr 2007 heisst es zusammenfassend: "Der faktisch inexistente Zeugenschutz im Kosovo bildet eine der zentralen Barrieren beim Aufziehen exponierter Prozesse gegen hochrangige kosovarische Fuehrungskader." Die Verfasser der Expertise kommen zu dem Schluss, dass "das bisherige Zeugenschutzprogramm zu Teilen an Sabotage grenzende Fehlplanungen aufweist." Seit Ende des Kosovo-Krieges versuchen Vereinte Nationen und Europaeische Union, die fruehere jugoslawische Teilrepublik Kosovo in einen demokratischen Rechtsstaat zu verwandeln. Die EU gab allein zwischen Oktober 2010 und Oktober 2011 165 Millionen Euro fuer die Rechtsstaatlichkeitsmission aus. EULEX beschaeftigt nach eigenen Angaben rund 1700 internationale Mitarbeiter und 1200 Kosovaren in Justiz, Polizei und Zoll. Hinzu kommt die Schutztruppe KFOR. Im rechtsfreien Raum Doch die Fuehrung der frueheren Kosovo-Miliz UCK, kritisieren Experten, beherrsche heute die politischen Parteien und die Organisierte Kriminalitaet (OK): "Diese Strukturen konnten sich im rechtsfreien Raum breitmachen", sagt Calic, "und da wurden alle Aktivitaeten entfaltet, mit denen man Geld auf illegale Art und Weise machen kann." Das betreffe vor allem den illegalen Waffenhandel, aber auch den illegalen Handel mit Menschen. Der Bundesnachrichtendienst (BND) kritisiert in einer vertraulichen Analyse aus dem Jahr 2005, der heutige Kosovo-Premierminister Hashim Thaci kontrolliere "ein im gesamten Kosovo aktives kriminelles Netzwerk", zu dem auch der als Kriegsverbrecher verdaechtigte Limaj gehoert. *** schreibt: "*** die Key-Player (wie zum Beispiel Thaci, Haradinaj) bestehen engste Verflechtungen zwischen Politik, Wirtschaft und international operierenden OK-Strukturen im Kosovo." Schleppende Aufarbeitung Die kosovarische Antikorruptionsorganisation FOL stellt in einem ihrer Monatsberichte "ein hohes Niveau an Korruption und Organisiertem Verbrechen in den oeffentliche Einrichtungen" des Kosovo fest und beklagt die schleppende juristische Aufarbeitung der Korruption. Calic fuerchtet ein Scheitern der Rechtsstaatlichkeitsmission, die wenig Vertrauen in der kosovarischen Bevoelkerung geniesse: "EULEX hat einen sehr schlechten Ruf, weil viele Leute glauben, dass EULEX die wirklichen Probleme nicht anpackt, die Prioritaeten falsch setzt und nicht genug tut im Bereich Korruption und Organisierter Kriminalitaet." Wenig Interesse an Ermittlungen EULEX-Ermittler, die anonym bleiben wollen, beklagen *** Frontal21, dass die Europaeische Union kein ernsthaftes Interesse habe, die heutige Machtelite des Kosovo, die fruehere UCK-Fuehrung, zur Verantwortung zu ziehen. "Mir ist schon einige Male nahe gelegt worden, gegen hohe Persoenlichkeiten nicht zu ermitteln, gerade wenn es um Korruption geht", berichtet ein Fahnder: "Gewisse Kreise im Kosovo sind quasi immun, da bekommst Du nur Steine in den Weg gelegt." Reportage von A. Ginzel, M. Kraushaar und U. Stoll, frontal21, zdf INTERVIEW "Kultur der Straflosigkeit" Professor Marie-Janine Calic *** die Arbeit der Eulex "Eulex hat einen sehr schlechten Ruf, weil viele Leute glauben, dass Eulex die wirklichen Probleme nicht anpackt, nicht genug tut im Bereich Korruption und Organisierter Kriminalitaet." So bewertet Professor Marie-Janine Calic von der Universitaet Muenchen die Akzeptanz der europaeischen Rechtsstaatlichkeitsmission Eulex im Kosovo. Die Mission der Europaeischen Union im Kosovo ist gegruendet worden, um dem Balkan-Staat beim Aufbau von Polizei, Justiz und Verwaltung zu helfen. Frontal21: Die Europaeische Union kontrolliert im Kosovo die Justiz. Ist Eulex erfolgreich bei der Etablierung eines Rechtsstaates? Professor Marie-Janine Calic: Das Problem ist, dass die politische Klasse Einfluss nimmt auf diese Institutionen, vord allem auf die Justiz, dass es also keine richtige Gewaltenteilung im westlichen Sinne gibt. as fuehrt dazu, dass viele Faelle unbearbeitet bleiben, dass fuer Minderheiten der Menschenrechtsschutz nicht umgesetzt ist. Grosse Teile des Kosovo befinden sich ausserhalb der Reichweite der Verfolgungsbehoerden, zum Beispiel der Norden des Kosovo, der von den Serben regiert wird. Frontal21: Der Westen hat durch sein Eingreifen im Kosovo-Krieg zugunsten der Kosovo-Albaner die albanische Miliz UCK gestaerkt. Was bedeutet das fuer die heutige Situation? Professor Calic: Das meiste ist zur Zeit der 90er Jahre entstanden, als Kosovo weitgehend isoliert war, dann im Krieg. Diese Strukturen konnten sich praktisch im rechtsfreien Raum breitmachen. Da wurden alle Aktivitaeten entfaltet, mit denen man Geld machen kann, auch auf illegale Art und Weise. Das betrifft vor allem den illegalen Waffenhandel, aber auch den illegalen Handel mit Menschen, vor allem Frauen, Prostituierten. Kosovo ist bis heute ein wichtiges Schleusergebiet fuer kriminelle Banden, die zum Teil bis nach Deutschland operieren und im westlichen Europa. Und es ist schwierig, von aussen an diese Strukturen heranzukommen. Frontal21: Welche Rolle spielen die frueheren UCK-Kommandeure dabei? Professor Calic: Es ist zwar so, dass sich die UCK voellig verwandelt hat von einer kaempfenden Truppe in politische Parteien, in Funktionstraeger, in eine organisierte Armee und Sicherheitskraefte, aber viele alte Strukturen existieren fort. Es gibt Loyalitaeten, Familienbande, Clanstrukturen. Das alles verhindert, dass ein Rechtsstaat im modernen Sinne aufgebaut werden kann. Und es verhindert das Eindringen von aussen. Das grosse Problem beim Rechtsstaatsaufbau ist ja: man hat den Eindruck, dass die internationalen Organisationen an diese Strukturen gar nicht richtig rankommen, sie sogar gar nicht verstehen. Frontal21: Kann die Rechtsstaatlichkeitsmission Eulex es schaffen, diese Strukturen aufzubrechen? Professor Calic: Offensichtlich sind diese Strukturen der Organisierten Kriminalitaet immer noch sehr stark. Es erschuettert vor allem, dass die politische Klasse, die Regierung, gleich welcher Partei sie denn angehoert, ganz offensichtlich die schuetzende Hand *** sie haelt. Da die Institutionen schwach sind und unter Druck stehen, die Justiz mit der Bearbeitung der Faelle *** nicht nachkommt, ist *** nicht abzusehen, wie diesen Strukturen der Organisierten Kriminalitaet in naechster Zeit effektiv Einhalt geboten werden kann. Es ist ganz offensichtlich, dass die regierende Partei und andere Parteien kein Interesse haben, diesen Sumpf trocken zu legen, denn es profitieren zu viele und auch zu viele waeren dadurch gefaehrdet. Frontal21: Welches Ansehen geniesst Eulex als Rechtsstaatlichkeitsmission in *** des Kosovo? Professor Calic: Man muss leider sagen, dass das Bild, das Eulex abgibt, kein sehr positives ist. Eulex hat einen sehr schlechten Ruf, weil viele Leute glauben, dass Eulex die wirklichen Probleme nicht anpackt, die Prioritaeten falsch setzt, sich also sehr auf die Kriegsverbrecherfrage konzentriert, aber nicht genug tut im Bereich Korruption und Organisierter Kriminalitaet. Frontal21: Kann Eulex Zeugen ausreichend schuetzen? Professor Calic: Die Bilanz ist insgesamt sehr niederschmetternd. Eulex hat zwar ein sehr ausgefeiltes, umfassendes Zeugenschutzprogramm aufgelegt. Leider scheint vieles nur auf dem Papier zu stehen und es ist schwer, dieses Zeugenschutzprogramm umzusetzen. Im Kosovo herrscht eine Kultur der Straflosigkeit, es herrscht eine Kultur des Schweigens. Die Menschen sind gar nicht gewohnt, in solchen Prozessen auszusagen. Es gibt massive Einschuechterungen, uebergriffe und natuerlich auch Anschlaege auf Zeugen, die *** bereit waeren, in solchen schwerwiegenden Faellen auszusagen. Es kommt hinzu, dass viele *** kein Vertrauen haben in dieses Zeugenschutzprogramm und in die Praesenz der internationalen Staatengemeinschaft. Frontal21: Was bedeutet der Selbstmord des Zeugen Agim Zogaj fuer den Versuch, im Kosovo einen Rechtsstaat aufzubauen? Professor Calic: Das ist ein voelliges Desaster fuer die Europaeische Rechtsstaatlichkeitsmission. Das hat die letzten Reste der Glaubwuerdigkeit zerstoert, muss man leider sagen, nicht nur deshalb, weil jetzt wahrscheinlich jeder, der auch nur mit dem Gedanken gespielt hat, sich als Zeuge zur Verfuegung zu stellen, dies nicht mehr tun wird mit guten Gruenden. Naemlich weil er fuerchten muss, dass ihm ein aehnliches Schicksal droht, selbst wenn er von dem Zeugenschutzprogramm profitiert. Aber es bedeutet auch, dass Eulex in allen Programmen, in denen sie arbeitet, etwa beim Aufbau der Justiz, beim Aufbau der Polizei, beim Grenzschutz einen erheblichen Glaubwuerdigkeitsverlust hinnehmen musste. Interview von Ulrich Stoll, zdf, frontal21 Diese Reportage, das Interview, weitere Informationen, Videos, Blog und mehr unter http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/16/0,1872,8364944,00.html Renate Pfeiffer trauert noch immer um ihre Soehne, um Volker und Michael. 27 und 17 waren sie damals, Ende der 80er Jahre, als sie an Aids starben. Sie waren Bluter, bekamen infizierte Blutprodukte. Nun fuerchtet Renate Pfeiffer, dass man aus dem Skandal von damals nicht genug gelernt hat. Renate Pfeiffer: "Damals hiess es ja, Fixer, Schwule, die Randgruppen und die Bluter sind betroffen, aber jetzt sollten die Leute mal aufhorchen, kann ja jeder betroffen sein." Und das meint sie. Jeder kann in die Situation kommen, von einer Blutspende abhaengig zu sein. Ob als Krebskranker, als Herzpatient oder nach einem ganz normalen Unfall. Eine Blutspende kann Leben retten. Doch das Risiko, durch das Blut eines fremden Menschen krank zu werden, ist immer vorhanden. Oft bekommt man nur Blutteile eines Spenders. Wie beispielsweise Blutplaettchen, so genannte Thrombozyten. Eine halbe Million Einheiten brauchen deutsche Patienten davon jedes Jahr. Kosten fuer die Krankenkassen: etwa 200 Millionen Euro. Was viele Patienten meist gar nicht erfahren: Nicht selten werden diese Blutplaettchen-Praeparate zusammengemischt, stammen von durchschnittlich fuenf verschiedenen Spendern. Das Mischen ist billiger, als die Blutplaettchen aufwendig aus dem Blut eines einzelnen Spenders herauszufiltern. Aber auch nicht ungefaehrlich, sagen Transfusionsmediziner wie Walter Hitzler. Er geht davon aus, dass die Gefahr durch noch unbekannte Viren angesteckt zu werden, bei gepoolten Blutplaettchen fuenf Mal so hoch ist wie bei einer Einzelspende. Prof. Walter Hitzler, AG der aerzte staatlicher und kommunaler Bluttransfusionsdienste: "Es koennten unerkannte Infektionskrankheiten, die wir heute noch nicht kennen, die aber durchaus in *** grassieren, vorhanden sein, die wir noch nicht testen koennen. Und die koennten natuerlich durch ein Produkt, was aus vier oder fuenf oder sechs Blutspenden zusammengefuehrt werden, wesentlich staerker in dieser Phase, wo wir es noch nicht erkennen, gestreut werden als durch ein Einzelspenderkonzentrat." uebertriebene Sorge? Keineswegs - nur Lehren aus der Vergangenheit. Was die Mediziner fuerchten, ist die grosse, un-bekannte, un-berechenbare Gefahr. Von der man nicht weiss, wann und wie, nur dass sie kommen kann. Ein neues Virus, das unentdeckt im menschlichen Blut schlummert und erst viel spaeter seine verheerende Wirkung zeigt. So wie bei AIDS und Hepatitis C, als sich in den 80ern Tausende an gepoolten Blutpraeparaten infizierten und starben. Zur Erinnerung: Das sind die Viren und Erreger, die in den letzten dreissig Jahren neu in den menschlichen Organismus gelangten. Prof. Walter Hitzler, AG der aerzte staatlicher und kommunaler Bluttransfusionsdienste: "Die Natur wird immer irgendwelche Veraenderungen bringen. Und wir sollten uns nicht sicher sein, nur weil wir einige Risiken bisher in den Griff bekommen haben, dass wir auf alles vorbereitet sind, was in der Zukunft kommen kann." Viele Uni-Kliniken, so wie hier in Mainz, setzen deshalb fast ausschliesslich auf die teureren, aber ihrer Ansicht nach sichereren Praeparate aus Einzelspenden. Doch die Kliniken geraten wegen dieser Praxis zunehmend unter Druck. Die gesetzlichen Krankenkassen schicken ihnen in juengster Zeit unangenehme Schreiben ins Haus. Dort heisst es, immer wortgleich: Zitat: "Daher bitten wir Sie um Verstaendnis, dass wir unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebotes (…) ab sofort alle Abrechnungsfaelle (…) unter dem Vorbehalt einer spaeteren Rueckforderung zahlen." Im Klartext: Eine unverbluemte Aufforderung, kuenftig mehr gemischte Blutpraeparate einzusetzen. An der Uni Klinik in Erlangen will man sich das von den Kassen aber nicht vorschreiben lassen. Dort war 2009 ein Herzpatient in einer Not-OP gerettet worden. Der Mann bekam mehrfach Blutplaettchen aus einer Einzelspende. Die Krankenkasse hat die Blutprodukte aber nicht bezahlt. Begruendung: Die Klinik haette das billigere Pool-Praeparat verwenden muessen. Nun klagt die Klinik gegen die Kasse. Es geht um 950,- Euro. Prof. Robert Zimmermann, Transfusionsmediziner, Uni-Klinik Erlangen: "Das derzeitige Vorgehen der Krankenkassen ist inakzeptabel. Es bedeutet, dass wir gezwungen werden, wirtschaftlichen Aspekten hier den Vorrang einzuraeumen vor Sicherheitsueberlegungen." Wir wollen mit den Krankenkassen *** reden. Mit der AOK Rheinland, der IKK und der Knappschaft Bahn-See. Doch dort verweist man uns lieber an den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung in Berlin. Florian Lanz, GKV, Gesetzliche Krankenversicherung Spitzenverband: "Wenn wir zwei Therapieformen haben, die gleich gut sind, dann wollen wir natuerlich die guenstigere nehmen, denn wir wollen nicht unnoetig Geld unserer Beitragszahler ausgeben." Die Kassen berufen sich dabei auf ein Gutachten ihres Medizinischen Dienstes und auf das Paul-Ehrlich-Institut, die staatliche Zulassungsbehoerde fuer die Blutprodukte. Danach sei seit 1998 kein Patient mehr durch gepoolte Blutplaettchen an AIDS oder Hepatitis erkrankt. Einzelspende und Pool-Spende seien gleichwertig und sicher, teilt uns das Institut schriftlich mit. Ein gewichtiges Argument. Doch wir lesen an anderer Stelle weiter. In diesem Entwurf zu den Risiken und Nebenwirkungen von Blutplaettchen-Praeparaten. Hier weist das Paul-Ehrlich-Institut durchaus auf genau das Problem hin, auf eine moegliche Zitat: "*** von Erregern auch unbekannter Natur." Also auf genau das Sicherheitsrisiko, das viele deutsche Transfusionsmediziner befuerchten. Andere Laender haben laengst Konsequenzen gezogen. Grossbritannien, oesterreich, Australien und die USA streben eine moeglichst hohe Versorgung mit Einzelspenden-Praeparaten an - 80 % und mehr. Doch in Deutschland laeuft der Trend in die andere Richtung. Dort liegt der Anteil der Einzelspenden derzeit bei 60 %. Ginge es nach den gesetzlichen Kassen sollen die Einzelspenden kuenftig nur noch in medizinischen Ausnahmefaellen eingesetzt werden. Am Cedars Sinai Medical Center in Los Angeles arbeitet Professor Eleftherios Vamvakas. Der Forscher ist einer der international renommiertesten Fachleute fuer die Sicherheit von Blutprodukten und kann den deutschen Weg nicht nachvollziehen. Prof. Eleftherios Vamvakas, Cedars Sinai Medical Center, Los Angeles (*** MONITOR): "Wenn ein neuer Krankheitserreger auftritt, koennen wir mit der Versorgung durch Einzelspenden das Infektionsrisiko auf ein Fuenftel verringern. Deswegen gehen die Deutschen fuer mich in die falsche Richtung, wenn sie kuenftig weniger Einzelspenden und dafuer mehr Poolpraeparate einsetzen wollen." Auch Renate Pfeiffer hat fuer das Verhalten der deutschen Krankenkassen kein Verstaendnis. Renate Pfeiffer: "Noch keine 30 Jahre sind vorbei, 2.000 Bluter sind elendig gestorben, und jetzt ist wieder das Geld wichtiger. Und das kann doch nicht sein." Das was Renate Pfeiffer mit ihren beiden Soehnen in den 80er Jahren erleben musste, das sollen andere nicht auch noch durchmachen muessen. Diese Reportage, weitere Informationen, Videos, Blog und mehr unter http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2011/1124/blut.php5Deutschland ist ein Wasserparadies - sollte man meinen. Es gibt keine Wuesten und keine periodenlang anhaltende Trockenheit. Eigentlich gibt es Wasser im ***. Gemessen daran ist unsere Wasserversorgung teuer. In Sachsen kostet Wasser rund achtmal mehr als in bestimmten Regionen Bayerns. Selbst innerhalb eines Bundeslandes variieren die Kosten um mehrere hundert Prozent. Warum eigentlich? Die Wasserversorger argumentieren: Das liege an den regionalen, geographischen Besonderheiten und noe...Die Produkte der Firma Apple, seien es Computer oder Telefone, vermitteln den Käufern beziehungsweise Nutzern eine bestimmte Lebensart und die Zugehörigkeit zu einer besonderen - oft auch als elitär bezeichneten - Gruppe der Gesellschaft, die äußerst anziehend wirkt. Durch den Kauf eines Macintoshs, eines iPhones oder iPods fühlt sich der Verbraucher automatisch auf einer Stufe mit Künstlern und anderen Antikonformisten. Wie hat es die Firma Apple, die in einer bescheidenen Garage in Kal...Unverrottbare Kunststoffteile gefaehrden die Umwelt Kunststoffe gehoeren zu den groessten Errungenschaften der Menschheit. Plastik, anfangs als Symbol des Fortschritts gefeiert, hat sich heute zu einem Problem von globalem Ausmass entwickelt. Die Weltmeere verkommen zur gigantischen Muellkippe mit Plastikabfall, die die Ozeane vergiften. Die winzigen Plastikteile setzen Chemikalien frei, die den Hormonhaushalt von Lebewesen veraendern. Und frueher oder spaeter erreichen die Gifte *** die...*** auf der Welt gehen die Menschen auf die Barrikaden: In New York wollen sie die Wall Street besetzen, in Frankfurt das Bankenviertel, in Athen das oeffentliche Leben lahm legen. Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer groesser. Auf der einen Seite gibt es die Reichen, die kaum Steuern zahlen und die Banken, die an der Krise kraeftig verdienen. Auf der anderen Seite die Menschen, denen das Geld fehlt. Sie haben Angst vor der Zukunft. Die ZDFzoom-Autoren begeben sich auf Spurensuch...Der Turiner Asbest-Prozess Die Firma Eternit dominierte *** 70 Jahre lang den Weltmarkt fuer Asbest. Die gesamte Gemeinde von Casale Monferrato im Piemont kaempft fuer Gerechtigkeit fuer ihre *** 3.000 Opfer. Nicht nur ehemalige Angestellte von Eternit sind betroffen, sondern auch ganz normale Buerger, die nie in der Fabrik gearbeitet haben. Nach zwei Jahren und sechsundsechzig Anhoerungen endet der Eternit-Prozess in Turin am 21. November 2011. Der Prozess hatte am 10. Dezember 200...Der Turiner Asbest-Prozess Die Firma Eternit dominierte *** 70 Jahre lang den Weltmarkt fuer Asbest. Die gesamte Gemeinde von Casale Monferrato im Piemont kaempft fuer Gerechtigkeit fuer ihre *** 3.000 Opfer. Nicht nur ehemalige Angestellte von Eternit sind betroffen, sondern auch ganz normale Buerger, die nie in der Fabrik gearbeitet haben. Nach zwei Jahren und sechsundsechzig Anhoerungen endet der Eternit-Prozess in Turin am 21. November 2011. Der Prozess hatte am 10. Dezember 2009 begonnen. Die Anklage wirft dem schweizer Milliardaer Stephan Schmidheiny und dem belgischen Baron Jean Louis Marie Ghislain de Cartier vor, sie seien dafuer verantwortlich, dass in den vier Fabriken der Eternit S.p.A. zwischen 1973 und 1986 Sicherheitsmassnahmen unterlassen wurden. Staatsanwalt Raffaele Guariniello wirft ihnen deshalb vor, fuer den Tod von 2056 Menschen und fuer die Erkrankung von 833 Menschen verantwortlich zu sein und hat fuer jeden Angeklagten 20 Jahre Haft beantragt. Das Urteil wird am 13. Februar 2012 ausgesprochen. ---- Toedlicher Staub - Der Turiner Asbest-Prozess Schon seit Jahren steht Asbest in Europa fuer Krankheit und Tod. Warum sind also immer noch 70 Prozent der Weltbevoelkerung dieser toedlichen Faser ausgesetzt? Die Asbest-Produktion hat aufgrund des steigenden Verbrauchs in Entwicklungslaendern wie Indien, China und Russland wieder zugenommen. In den Exportlaendern, zum Beispiel Kanada oder Brasilien, gibt es einflussreiche Asbest-Lobbys, die sogar versuchen, die Politik anderer Laender zu beeinflussen. Der Dokumentarfilm "Toedlicher Staub - Der Turiner Asbest-Prozess" verfolgt den viel beachteten Prozess, und zeigt am Beispiel von Indien und Brasilien, die gut funktionierende Arbeit der Asbest-Lobby. Weltweit sterben jaehrlich immer noch 100.000 Menschen durch Asbest. Dennoch ist die toedliche Faser ein lohnendes Geschaeft, das nicht gerne aufgegeben wird. Der Dokumentarfilm "Toedlicher Staub" von Niccolò Bruna und Andrea Prandstraller zeigt die ersten Monate der Anhoerungen im Strafprozess gegen die grossen internationalen Asbestproduzenten, der gerade in Turin abgehalten wird. Ihnen wird vorgeworfen, durch mangelnde Sicherheitsvorkehrungen zahlreiche Todesfaelle verursacht zu haben. Die Firma Eternit dominierte *** 70 Jahre lang den Weltmarkt fuer Asbest. Die gesamte Gemeinde von Casale Monferrato im Piemont kaempft fuer Gerechtigkeit fuer ihre *** 3.000 Opfer. Nicht nur ehemalige Angestellte von Eternit sind betroffen, sondern auch ganz normale Buerger, die nie in der Fabrik gearbeitet haben. Der Film zeigt das taegliche Leben einer kleinen Gruppe inzwischen aelterer Aktivisten und ihre Teilnahme am Prozess. Sie haben ihr Leben dem Kampf fuer Gerechtigkeit gewidmet. Jeder von ihnen lebt seit 30 Jahren mit der Trauer und der Angst. Das hat jedoch nur ihre Entschlossenheit gestaerkt, weiter zu kaempfen. Nicola, Bruno, Romana und die anderen sind Alltagshelden unserer Zeit. Fuer diese Menschen wurde der Vorsatz, das Schreckliche zu bezeugen und als Beispiel voranzugehen, zum Lebensinhalt. Dann wechselt der Schauplatz: In Brasilien und Indien spielen Industrielle und Aktivisten, Lastwagenfahrer und Arbeiter vor unseren Augen das gleiche, alte Spiel. Sie wiederholen die ***, Unterschlagungen und Halbwahrheiten, die zuvor schon geaeussert wurden. Ploetzlich liegt Casale nicht mehr in der Vergangenheit, sondern wird zur Zukunft eines Teils der Menschheit, der die Katastrophe immer noch nicht wahrhaben will. http://www.arte.tv/de/Programm/4268918.html --- Was ist Asbest? Was ist Asbest und wo kommt es vor? Asbest ist die Bezeichnung fuer eine Gruppe natuerlich vorkommender, feinfaseriger Minerale. Bis Ende der 80er Jahre fand Asbest wegen seiner technisch hervorragenden Eigenschaften in vielen Produkten Anwendung, u. a. zur Isolation, als Fuell-, Daemmund Dichtmaterial, zum Feuerschutz und insbesondere zur Herstellung von Asbestzement. Die besonderen Eigenschaften von ASBEST: - in grossen Mengen in der Umwelt vorhanden, - fast unbegrenzt haltbar, - als asbesthaltiges Produkt oder auch in Reinform fuer den Laien nur nur schwer erkennbar - als Asbestfaser in der Luft nicht sichtbar - fehlende eindeutige Warnreaktion des Koerpers bei Kontakt mit ASBEST, - Ausbruch der asbestbedingten Krankheit erst nach Jahren bis Jahrzehnten - zumeist toedlicher Krankheitsverlauf Asbest gehoert zu den so genannten natuerlichen Mineralfasern und besteht aus Magnesium/Eisen-Silikaten. Asbestfasern sind vor allem deshalb so gefaehrlich, weil sie sich innerhalb des menschlichen Koerpers in extrem feine Laengsfasern aufspalten. Durch diese Laengsspaltung koennen sie sehr lange im Gewebe der Lunge verbleiben. Besonders gefaehrlich sind Asbestfasern, die mehr als fuenf Mikrometer lang und weniger als einen Mikrometer duenn sind. Asbest brennt nicht und schmilzt erst bei Temperaturen *** 1.000 Grad Celsius. Zudem widersteht es den meisten Laugen oder Saeuren und ist ein schlechter Waerme- und Schallleiter und deshalb gut als Isolationsmaterial geeignet. Atmet man Asbestfasern ein, werden ungefaehr 60 Prozent *** den in der Lunge produzierten Schleim und die dortigen Flimmerhaerchen nach etwa einer bis fuenf Stunden wieder abtransportiert und dadurch unschaedlich gemacht. Probleme koennen auftreten, wenn man Asbeststaub *** laengere Zeit ausgesetzt ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Schadstoffen ist bei Asbest das Hauptproblem das Gefaehrdungspotential, atembare Fasern koennen freigesetzt werden. Fasern werden *** der Beschaedigung freigesetzt, auch beim mechanischen Bearbeiten wie z.B. Abschaben, Abschleifen, Abstrahlen. Ist ein Produkt in Ruhe, setzt es normalerweise keine Asbestfasern frei. Asbestfasern sind laengsspaltbar, dh. sie spalten sich *** der Beschaedigung in feinste, schwebfaehige Fasern auf und koennen so tief in die Lunge gelangen. Im Koerpergewebe verweilen sie Jahrzehnte, stechen Zellen auf und koennen so 20 bis 30 Jahre spaeter Krebs ausloesen. Wenn Arbeiter jahrelang hohe Konzentrationen eingeatmet haben, kann auch eine Staublungenerkrankung entstehen, die Asbestose. Asbestosen werden wegen der Atembeschwerden haeufig von Erstickungsaengsten begleitet. Derzeit erkranken jaehrlich Tausende ehemalige Handwerker (z.B. Dachdecker) neu an Lungenkrebs aufgrund von Asbestfasern, die sie in den 70er Jahren eingeatmet haben. Diese Zahlen haben wegen der hohen Behandlungs- und Entschaedigungskosten in den 80er und 90er Jahren zum Umdenken von Berufsgenossenschaften und Gesetzgeber gefuehrt. Die Vorschriften zum Umgang mit Asbest sind inzwischen scharf, werden oft aber nicht eingehalten. --- Die Asbest-bedingte Krankheiten Die *** bezueglich der Inhalation von Asbeststaub sind vielfaeltig. Die Latenzzeit der Erkrankung betraegt 20-40 Jahre. Die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung ist proportional der eingeatmeten Faserkonzentration und der Expositionsdauer (Faserjahre). Medizinisch lassen sich 4 Formen von Lungenkrankheiten unterscheiden: - Pleuraplaques (meist ohne Symptome) - Asbestose (Asbeststaublunge) - Lungenkrebs - Pleuramesotheliom (Tumor des Lungen-/Brustfells) Andere Krebsarten (Magen, Darm, Harnblase) treten nach Asbestexposition *** vermehrt auf. Quelle : Verein fuer Asbestopfer Pleuraplaques Bei jedem Atemzug reibt die Asbestfaser am Brustfell und fuehrt so zu einer Entzuendung. Das Gewebe reagiert mit einer Bindegewebsverdickung, welche auch verkalken kann. Die Nadeln durchwandern die Alveolarwand (Wand des Lungenblaeschens) bis zur Pleura (Lungen-/Brustfell), wo sie charakteristische tafelbergartige Pleuraplaques und diffuse Pleuraverdickungen verursachen. Asbestose Asbestose entsteht durch die Inhalation von Asbeststaub, meist nach 10-15 Jahren. Da die Asbestfasern nicht durch den Koerper beseitigt werden koennen, bleiben diese zeitlebens in der Lunge und fuehren zu einem fortschreiten der Vernarbung (Lungenfibrose). In 10-20% der Faelle kann sich ein Lungenkrebs oder ein boesartiges Pleuramesotheliom entwickeln. Lungenkrebs Die Symptome wie Husten, Bluthusten (Haemoptoe), Auswurf, Fieber, Dyspnoe, Schmerzen, Leistungsknick, Gewichtsverlust und Nachtschweiss sind Anlass zur Roentgenaufnahme der Lungen. Pleuramesotheliom Etwa 5-10% aller Asbestosekranken entwickeln mit einer Latenzzeit von 20-40 Jahren ein malignes Mesotheliom der Pleura. Das maligne (boesartige) Pleuramesotheliom (MPM) entsteht im Lungen-/Brustfell (Pleura) oder der Auskleidung des Bauchraums (Peritoneum) und gehoert zu den aggressivsten soliden Tumoren. DFKZ : Asbest: Krebsrisiko auf lange Zeit? Der genaue molekulare Mechanismus, der zur Krebsentstehung fuehrt, ist noch nicht in allen Details aufgeklaert. Es wird vermutet, dass unter anderem immunologische Prozesse eine Rolle spielen, die durch den dauernden Reiz der Faser ausgeloest werden. Kommen weitere Risikofaktoren hinzu, zum Beispiel Tabakrauch, steigt die Wahrscheinlichkeit, der Tumorenstehung. Nanoforschung : Abgeschnittener Asbest ist weniger schaedlich - Spiegel Online - 2011 Asbest und Nanoroehren schaedigen die Lunge und andere Organe - jetzt koennen Wissenschaftler erklaeren, wie dies passiert: Koerperzellen verschlucken sich an den Fasern. Sie abzuschneiden waere ein Mittel gegen die Gefahr, haben die Experten herausgefunden. Bereits aus frueheren Studien war bekannt, dass Asbestfasern Zellen zerstoeren koennen und dabei teilweise wie Speere in den toten Zellkoerpern sitzen. aehnliches habe man bei Asbest-aehnlich geformten Nanoroehrchen beobachtet, berichten die Wissenschaftler. Erst jetzt koenne man aber erklaeren, wie es zu diesem zerstoererischen Prozess komme. Der verzweifelte Kampf *** - Spiegel Online - 2011 Dieter Schuemann hat jahrelang mit hochgiftigem Asbest gearbeitet, heute ist er schwer lungenkrank. Von den Berufsgenossenschaften kann er keine Hilfe erwarten. Hunderttausende Berufskranke in Deutschland muessten beweisen, dass die Arbeit sie krank machte - doch viele Gutachter sind voreingenommen. Asbestos kills Europeans, Australians and Japanese but not Indians - Toxics Link Asbestos has been banned in almost 40 countries, which includes Australia, Uruguay, European Union, Honduras and others. Currently, Japan has also banned asbestos use, except in cases where there are no substitutes. But as per the Indian Bureau of Mines (IBM), asbestos is safe for Indian workers and citizens. --- Asbest Weltweit - Die Daten. Eine interaktive Karte vom Center for Public Integrity. Mit Daten *** die Produzenten, die Verbraucher, die Exporteure. Laender die Asbest verbieten oder den Gebrauch beschraenken. Link: http://www.publicintegrity.org/investigations/asbestos/map --- Asbest in Kanada Die westdeutschen Asbest-Zementhersteller haben begonnen, sich umzustellen: *** dem Bundesinnenminister verpflichteten sie sich, innerhalb der naechsten fuenf Jahre 30 bis 50 Prozent der Asbestfasern im Asbest-Zement durch andere Stoffe zu ersetzen. Die Kanadier sehen das gar nicht gern. Die Asbest-Zementindustrie verbrauchte bisher mehr als 75 Prozent des in die Bundesrepublik importierten Rohstoffs. Da auch die anderen europaeischen Laender weniger Asbest verwenden wollen, muessen die Kanadier mit weiteren Exportverlusten rechnen. Den Kanadiern bleibt als einziger Ausweg, anderswo neue Kunden zu suchen. In Montreal boten sich die Entwicklungslaender an. Sowohl die Vertreter Indiens als auch der Sekretaer des Bergbauministeriums von Simbabwe lobten die niedrigen Kosten sowie die Feuer- und Witterungsbestaendigkeit von Asbest. Die Gesundheitsrisiken taten die Vertreter der Dritten Welt als nebensaechlich ab. *** wurden sie nur noch von der Sowjet-Union, dem weltgroessten Asbest-Foerderland. Als die kanadische Botschaft in Moskau die Russen nach Montreal einlud, lehnte das Vaterland der Werktaetigen ab. Begruendung: Es gebe in der UdSSR "nicht die geringsten Probleme", die Arbeitsplaetze seien "absolut sauber". Quelle : Spiegel Online Koalition der Unwilligen - Spiegel Online - 2006 Noch immer wird massenweise Asbest verbaut - vor allem in Asien. Als einziges westliches Land setzt Kanada die Foerderung des hochgefaehrlichen Materials fort. Weiter...http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-62492109.html Asbest : Eiserner Griff - Spiegel Online - 2011 Katastrophenstimmung bei der kanadischen Asbest-Industrie: Die weltweite Diskussion *** die krebsfoerdernde Wirkung der Naturfaser liess den Asbest-Export stark absinken. Weiter...http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14345798.html Krebserregender Weissasbest - Kanadas gefaehrliches Exportgeschaeft - Radio DE - 2011 Rund 2,2 Millionen Tonnen Asbest werden pro Jahr weltweit produziert. Nach Russland, Kasachstan, China und Brasilien ist Kanada der fuenftgroesste Produzent. Doch der Abbau und der Umgang mit Asbest ist gefaehrlich: Es besteht hohes Krebsrisiko. Weiter...http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1528454/ Kanadas giftiges Geschaeft - Tagesschau DE - 2011 In Deutschland ist der krebsausloesende Baustoff seit 1993 verboten, in der EU seit 2005: Asbest. Doch noch immer sterben jedes Jahr Tausende Menschen, weil sie Asbestfasern eingeatmet haben. Auch in Kanada wird Asbest laengst nicht mehr verwendet, aber gefoerdert - fuer den Export in Entwicklungslaender. Weiter: http://www.tagesschau.de/ausland/asbestkanada100.html Asbestproduktion in Kanada - Thomas Schmidt - WDR - 2011: http://www.tagesschau.de/multimedia/audio/audio63018.html Interview : Die Asbest-Falle, Inge Altemeier - NDR - 2010 Ein Pruefinstitut teilte mir mit, dass immer wieder Asbest in den Containern im Hamburger Hafen gefunden wird. Die Container kommen aus Kanada. Diese Spur fuehrte mich nach Kanada in die Stadt Asbestos und dann zu Dow Chemical. So erfuhr ich von dem legalen Asbest-Import. Weiter...http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/hintergrund/asbestfalle102.html BANI - Ban Asbestos India Ban Asbestos Network of India (BANI) is working as a National Alliance for Asbestos Free India and Asbestos Mukti Andolan. Public health crisis due to mining, manufacturing, use and trade of asbestos is preventable. Chrysotile Asbestos (white asbestos) promoted by Russia, Canada, India & others despite an epidemic of incurable asbestos related diseases. It is working with Occupational Health India(OHI). BANI is an independent non-NGO collective http://banasbestosindia.blogspot.com/ Asbestos kills Europeans, Australians and Japanese but not Indians - Toxics Link Asbestos has been banned in almost 40 countries, which includes Australia, Uruguay, European Union, Honduras and others. Currently, Japan has also banned asbestos use, except in cases where there are no substitutes. But as per the Indian Bureau of Mines (IBM), asbestos is safe for Indian workers and citizens. Weiter...http://www.toxicslink.org/qdocs/Asbestos.pdf Die Rotterdam Konvention Die PIC-Konvention (auch Rotterdam-Konvention) legt fest, dass gefaehrliche Chemikalien nur noch unter bestimmten Auflagen von Industriestaaten in sog. Entwicklungs- oder Schwellenlaender exportiert werden duerfen. Das Abkommen wurde von den Vereinten Nationen 1998 ausgehandelt und trat 2004 in Kraft. PIC bedeutet „Prior Informed Consent“ und erfasst 36 gefaehrliche Chemikalien, die nur noch dann gehandelt werden duerfen, wenn die Importlaender. Quelle : Freunde der Erde --- Registrierung, Entfernung und Entsorgung aller Asbestsorten Die einzige vernuenftige Loesung ist die Entfernung saemtlicher Asbestvorkommen aus unserer Umgebung, z. B. aus Gebaeuden, Schiffen, Zuegen, usw. Denken Sie an alle Opfer: Asbestopfer leiden nicht nur unter schmerzhaften Krankheiten und sie haben eine kuerzere Lebenserwartung und eine verringerte Lebensqualitaet, oft sind sie auch Gegenstand einer unehrlichen Behandlung bei der offiziellen Anerkennung oder Entschaedigung ihrer Krankheit. *** vieler Jahre wurden asbesthaltige Materialien in Gebaeuden eingekapselt oder eingeschlossen. Jetzt wissen wir, dass dies eine falsche Strategie war, denn die Einkapselung von Asbest zoegert das Problem nur hinaus. Flyer der Europaeischen Foederation ***- und Holzarbeiter (EFBH) "EUROPA 2023 - Asbestfrei!": http://download.www.arte.tv/permanent/u1/amiante/Flyer-DE-September-2011.pdf Trotz des allgemeinen Herstellungs-, Nutzungs- und Vertriebsverbots von Asbest in allen EU-Laendern seit dem 1. Januar 2005 werden Asbestfasern noch viele Jahre schaedliche gesundheitliche Effekte haben und jaehrlich werden noch Tausende von Arbeitnehmern und anderen Personen den Folgen der Asbestexposition erliegen. Vor diesem Hintergrund hat die EFBH eine Asbestkampagne mit dem Ziel eines asbestfreien Europas im Jahre 2023 gestartet. Um dieses Ziel zu erreichen, muessen alle betroffenen Akteure - einschliesslich der EU-Institutionen, Arbeitgeber, Regierungen, Arbeitnehmer und Sozialpartnerorganisationen - ihre Verantwortung ***. Verantwortliches Handeln bedeutet: - Registrierung, Entfernung und Entsorgung aller Asbestsorten. - Qualifikation der Arbeitnehmer und Unternehmen. - Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer. - Anerkennung und Entschaedigung von Berufskrankheiten. Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer Nur Unternehmen, die *** entsprechende Fachkenntnisse verfuegen, duerfen Arbeiten mit Asbest durchfuehren. Arbeitgeber muessen fuer Arbeitnehmer, die Asbest ausgesetzt werden oder werden koennen, eine entsprechende Fortbildung organisieren. Vor dem Anfang von Abbruch- oder Wartungsarbeiten muessen die Arbeitgeber saemtliche Informationen - einschliesslich Probenahmen - *** die Eigentuemer oder Benutzer von Gebaeuden sammeln, um die Materialien zu identifizieren, von denen vermutet wird, dass sie Asbest enthalten. Oder sie muessen davon ausgehen, dass Asbest anwesend ist und dementsprechend vorgehen. Qualifikation in Unternehmen Es herrscht ein zusaetzliches Beduerfnis nach angemessener Bildung zu den folgenden Themen: - Moeglichkeit der Aufspuerung von Materialien, die Asbest enthalten koennen; - Kenntnisse *** was man zu tun hat, wenn man mit moeglicherweise asbesthaltigen Materialien in Beruehrung kommt; - Kenntnisse *** bei wem, warum und wann man sich *** die Anwesenheit bzw. Abwesenheit asbesthaltiger Materialien informieren kann; - Kenntnisse *** wie man dafuer sorgen kann, dass man gut die Materialien erfasst, von denen nachgewiesen wurde, dass sie wohl oder nicht Asbest enthalten; - Kenntnisse *** wie man vor Ort schriftliche Auskunft *** die Anwesenheit bekannter asbesthaltiger Materialien erteilen kann, unter anderem auch ein Asbestinventar und Warnungen, wenn diese erforderlich sind; - Kenntnisse *** wie man schriftlich Anweisungen *** die einzuhaltenden Verfahren erteilen kann, wenn man unerwarteterweise asbesthaltige Materialien findet. (Empfehlungen des Ausschusses Hoher Arbeitsaufsichtsbeamter) Website EFBWW: http://www.efbww.org/default.asp?Language=EN Technische Regeln fuer Gefahrstoffe - TRGS 519 ( http://www.asbesterkrankungen.de/links/pdf/trgs519.pdf ) Die Technischen Regeln fuer Gefahrstoffe (TRGS) geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene sowie sonstige gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse fuer Taetigkeiten mit Gefahrstoffen, einschliesslich deren Einstufung und Kennzeichnung, wieder. Sie werden vom Ausschuss fuer Gefahrstoffe (AGS) aufgestellt und von ihm der Entwicklung entsprechend angepasst. Die TRGS werden vom Bundesministerium fuer Arbeit und Soziales im Gemeinsamen Ministerialblatt (GMBl) bekannt gegeben. Umweltbundesamt - Asbest : Publikationen, Plaene, Forschungen - http://www.umweltbundesamt.de/cgi-bin/query-d.pl?swishindex=%2Fusr%2Flocal%2Fbin%2Fswish-e-indizes%2Fuba-allg.swish&detail=yes&keywords=Asbest Greenpeace : Obwohl Asbest seit 1993 in Deutschland verboten ist, umgibt es uns ***. Warum? - Ein Gespraech mit dem Asbestexperten Hans-Joachim Woitowitz Flugzeuge, Hochhaeuser, Schiffe, Thermoskannen – Noch immer umgibt uns Asbest – obwohl es in deutschland verboten ist. Warum? Das EU-weite Verbot bezieht sich auf die Verarbeitung von Asbest. Fertige Produkte, in denen Asbest enthalten ist, duerfen aber weiter importiert werden, zum Beispiel Thermoskannen. Asbest umgibt uns ausserdem weiterhin etwa in Hausdaechern, Wasserleitungen, Fassaden, Schiffen und Heizanlagen. Weiter...http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=6127 Gesperrte Asbest-Bibliothek - Spiegel Online - 2010 Erst putzen, dann lernen: Nach dem Asbestalarm braucht die Konstanzer Uni-Bibliothek eine Komplettsanierung und muss anderthalb Millionen Buecher saeubern. Das wird noch ein halbes Jahr dauern. Die Studenten nehmen's erstaunlich gelassen - einige pauken jetzt sogar mit Seeblick. Weiter...http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,736203,00.html Reportage : Die Asbestfalle - NDR - 2010 Die toedliche Faser ist in Deutschland verboten. Doch Asbest kehrt zurueck - ganz legal. Eine Spurensuche nach Herstellern und Produkten mit erschreckenden Antworten. Die Doku in voller Laenge: http://www.ndr.de/reportage366.html Fluch und Segen: Ihlenberg und der Sondermuell - NDR 1 - 2011 Auf der Deponie Ihlenberg in Nordwestmecklenburg sollen 130.000 Tonnen Asbestschlamm eingelagert werden. Weiter...http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/selmsdorf101.html Neue Asbestfunde bei Hannover - NDR DE - 2011 Rund um die umstrittene Fulgurit-Halde in Wunstorf liegt besonders gefaehrlicher Asbest-Abfall ungeschuetzt auf den Feldern. Die Anwohner sind besorgt. Video: http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/hallonds6259.html Fotos : Die groesste Sondermuelldeponie Europas - NDR 1 - 2011: http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/ihlenberg121.html Asbestmuell rollt quer durch Norddeutschland - NDR DE - 2011 Tausende Lkw-Fahrten - eine Strecke jeweils 250 Kilometer - quer durch Norddeutschland. Dr. Ralf Krupp hat sich als Geologe intensiv mit der Asbest-Muellhalde bei Hannover beschaeftigt: "Wenn es zu einem Unfall auf der Autobahn kommt, dann waeren die verunglueckten Fahrer der Lkw betroffen, die Helfer, die Polizei, die Sanitaeter. Weiter...http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/deponie173.html